Ars Poetica

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Kunst ist ein wunderbares Abenteuer. Mathematik schöpft eine neue Welt durch ihre Regelmassigkeit. Bildende Kunst unseres Tages, dagegen, erreicht dieselbe durch die Grenzenlosigkeit der Ideee und Verwirklichung, durch die Gesetzlichkeit von “alles kann sein”. Ich habe versucht, die Möglichkeiten und die fantastischen Vorräte der zeitgenösslichen Kunst für die Realisierung meiner Ideen so streng wie möglich zu verwenden. Meine Arbeiten auf den Seiten der Website sind vielfaltig, immerhin gemeinsam in einer Hinsicht: ich habe mich immer bloss als irgendein “Thermometer” aufgefasst der nimmt die Temperatur und den fiebrigen Zustand der Alltage wahr, gleichzeitig bemerkt die Genesung und den gesunden Lauf der Gesellschaft und des einzelnen Menschen. Das ist alles was ich, als Hersteller der Bilder, tun kann. Lieber Besucher, danke für Deine Geduld und Interesse. Kontakt: info@rumplergyorgy.com

Einige Gedanken über mich

Ich bin im Jahre 1969 in Budapest geboren und ich beschäftige mich seit 25 Jahren mit der Malerei sowie Herstellung von Objekten. Drei Jahre lang habe ich an der Arbeit des Künstlerlagers in Gyula teilgenommen, habe bei Ernst Fischer in Budapest studiert und jahrelang die Ateliers der Hochschule für Bildende Künste bzw. meine dort arbeitenden Freunde besucht. Trotz aller halte ich mich für Autodidakten-Künstler und seit Beginn meiner Karriere glaube ich: bildende Kunst kann zwar jedem gelehrt werden, aber die kreativen Fähigkeiten muss man schon besitzen.

Seit 1988 hatte ich mehrere Ausstellungen, unter anderem im Kulturzentrum von Gyula, im Hauptsitz der Ungarischen Kulturstiftung, in der "Csili" Galerie (Kulturzentrum Pesterzsébet), auf der Internationalen Kunstmesse in Budapest, in der O10' Galerie sowie in der DOB Galerie.

Einige Gedanken über meine Arbeiten

Ausgangspunkt meiner non-figurativen Malerei ist das abstrakte Expressionismus. In der kreativen Prozess verwende ich häufig die gegenständliche Malmethode, manchmal "baue" ich das Bild bewusst auf, wie auf den Gemälden der "Totemmenschen"-Serie. Durch die Oberflächenbehandlung der "Chaos-Bilder", die mit Malmesser gekratzt sowie gerieben sind, habe ich versucht, die entropischen Phänomene des Alltags, die Verletzlichkeit unserer Welt und den wirbelnden Informationsüberfluss zu vermitteln. Als einzige Mittel auf diesen Bildern wird der Kreis von verschiedenen Farben und Dicke, welcher einerseits als absolutes Symbol (da er sich immer wieder in sich selbst zurückkehrt, also abgeschlossen ist, daher perfekt) angezeigt, andererseits er auch ein heiliges Symbol ist.

In der "Totemmenschen"-Serie wird der Mensch aus Fleisch und Blut zum Ausstellungsobjekt degradiert, zu einem seltsamen Umfeld-Erfahrung. Die zerplatzten menschlichen Körper, die aus Knochen und Fleisch-Stücke hergestellt sind, sind doch sehr lebendig. Wie wir leben, mit unserer Bitterkeit und unserem Schmerz, weit über die Grenzen unserer Leistungsfähigkeit hinaus. Der Gepard kann kurzfristig bis zu 110 km / Stunde erreichen, aber müsste er während der Jagd schneller laufen, würde er daran sterben. Die "Totemmenschen" haben längst die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit überschritten. Es gibt sie doch: jenseits der Fantasie und Wirklichkeit.

Ich habe die Serie “Denkmäler der Alltage” von 1. Januar bis 30. Marz 2000 gemacht. Am Ende jedes einzelnen Tages versuchte ich, meine Erlebnisse, Gefühle, Seelenzustand über den Tag in einer Collage hineinzupressen. In dieser Serie hatte ich keine Möglichket, spätere ‘Korrektionen’ zu machen oder zu überarbeiten, daher kann man die einzelnen Stücke der Serie unbeendet, doch vollkommen betrachten. Irgendeine Nacharbeit hätte nähmlich das Wesen des ursprünglichen Konzepts geändert: eine Malerei für einen Tag, als Wahrzeichen des Seelenzustands, der Gefühle und Tatsachen des gegebenen Tages. Ich probierte eine Art schnellreagierende Bildsprache zu herstellen, deren Wesen habe ich in dieser Weise zusammengefasst: meine Sinnesorgane dienten als Filter, das Bild war meine Muttersprache. Anders gesagt: sehen und wahrnehmen. Ich hatte nie ein anderes Ziel gehabt. Wass kann spannender sein als die Welt zu entdecken?

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